EPK – Kling Klong

Kling Klong - by Alexander Kiausch
Kling Klong – photo by Alexander Kiausch

Biographie


KLING KLONG wurde Anfang der 80er Jahre im hessischen Marburg gegründet. Helmut Kohl wurde gerade Bundeskanzler und Michael Jackson veröffentlichte „Thriller“. Die fünf Musiker von KLING KLONG fingen an, mit Rhythmen, Melodien und Klängen zu experimentieren. Sie waren stark von der New Yorker No-Wave-Szene rund um die Lounge Lizzards und Arto Lindsay beeinflusst, sowie von der britischen Band Rip Ric and Panic der Sängerin Neneh Cherry. Ihre Botschaften waren unverkennbar sozialkritisch und politisch links.

Aber KLING KLONG nahm auch Einflüsse fremder Musikkulturen auf, etwa aus der arabischen und lateinamerikanischen Welt. Der KLING KLONG-Mix aus alternativem Rock und frei improvisiertem Jazz wurde in Clubs und auf Festivals begeistert gefeiert. 1983 veröffentlichte die Band schließlich ihr erstes Album: „Lieben Sie Ihren Kühlschrank“ (Schneeball Records) und tourte ausführlich durch Deutschland, Italien und nach London.

Hier endet das erste Kapitel von KLING KLONG: Die Bandmitglieder gingen anderen Berufen nach, als Jazzkritiker, Filmmusiker, Internet-Unternehmer und Dokumentarfilmer. Drei Mitglieder zogen nach Hamburg, ein Musiker wohnt inzwischen in Süddeutschland, ein anderer in der Nähe von Barcelona. Hin und wieder trommelte auch schon damals Hubl Greiner in der Band, der heute festes Bandmitglied ist.

Seit dem Jahr 2018, nach mehr als drei Jahrzehnten, ist KLING KLONG wieder vereint. Die Welt hat sich weiter gedreht – und mit ihr die musikalische Ausrichtung der Band. Heute wird KLING KLONG durch einen zweiten Schlagzeuger (Dirk Dhonau) und einen Percussionisten (Yogi Jockusch) verstärkt. Die Band spielt rhythmusbetonter als früher, mit mutigen Melodien und Improvisationen. Außerdem gibt es ein neues Element: Die Stimme des Schriftstellers und Autors Alexander Kluge. Fragmente von Interviews, die Stephan Lamby mit ihm geführt hat, setzt die Band rhythmisiert ein – wie ein weiteres Instrument.


Aktuelle Besetzung


Stephan Lamby / Sax, Vocals
Musiker und Filmemacher. Man kennt ihn unter anderem durch den Film:
„Brüder Kühn – Zwei Musiker spielen sich frei“. Die Brüder Joachim und Rolf Kühn gehören zu den wenigen weltbekannten deutschen Jazzmusikern. Stephan Lamby erzählt ihre außergewöhnliche Lebensgeschichte.
de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Lamby

Sascha Siebenmorgen / Bass, Vocals
Deutscher Bassist, Gitarrist und Sänger. Lebt in Barcelona. Früher aktiv in der Hamburger Indie-Szene u.a mit der Band „Jesus Burning Liquor“. Aktuell auch mit dem spanischen Duo „Dr. Moreau’s“.
https://www.facebook.com/sascha7m/

Roland Musolff / Keyboards, Sampler, Vocals
Roland Musolff, als Komponist und Keyboarder in der Hamburger Dokumentarfilm- und Fernsehszene aktiv.
https://www.studiomusolff.de/ueber-uns/

Stefan Hentz / E-Gitarre
Musiker und Journalist. Preisträger: „Preis für Deutschen Jazzjournalismus“
www.jazzthing.de/news/2019-5-2-preis-fuer-deutschen-jazzjournalismus-stefan-hentz/

Hubl Greiner / Drums
Musiker, Filmemacher und Fotokünstler aus Konstanz. https://www.hubl.com/

Dirk Dhonau / Drums
Jazzschlagzeuger aus Hamburg
https://www.facebook.com/dirk.dhonau

Yogi Jockusch / Percussion
Kommt ebenfalls aus Hamburg. Tourneen u.a. mit: A.R.& Maschines, Achim Reichel, Ofra Haza.
https://www.facebook.com/YogiJockusch/


Diskographie


1982 – Various – Schneesturm (Schneeball)
1983 – Lieben Sie Ihren Kühlschrank – LP (Schneeball Records 1034)
2022 – Jeder Mensch ein Sender – Album (Enja Records 9781)

Beide Alben hörbar auf https://li.sten.to/klingklong


Touren


1981-84 ca. 60 Konzerte in Deutschland u.a. …..
1983 und 1984 zwei Touren durch Italien u.a. Bologna, Padua, Rom, Neapel, Bergamo, Bolzano
1983 City Tour London u.a.
2022 Juni – Berlin u.a. Jazz am Kaisersteg (Jazzkeller 69), Märkischer Künstlerhof,
2022 Juni – Hamburg u.a. Yoko Club (Reihe Fat Jazz), Künstlerhaus FAKTOR
2022 Oktober – Konstanz – Contrast
2022 Oktober – Salzburg, Festival Jazz & the City, Jazzit Music Club

Kling Klong – Jeder Mensch ein Sender

Medien


NDR

„Ihre Musik ist eine irre, begeisternde Mischung. Weil sie rau und zärtlich ist, privat und politisch, frech, stark, aus dem Bauch heraus und dabei ganz schön schlau. Genau das hat uns gefehlt.“
Petra Rieß, NDR Kultur CD der Woche – Zum Podcast!

https://www.ndr.de/kultur/musik/CD-der-Woche-Jeder-Mensch-ein-Sender-von-Kling-Klong-,klingklong100.html


Jazzthing

Das hat etwas fröhlich Subversives, der Geist der 1980er, reanimiert von gesellschaftshumoristischen Musikern.
Jazzthing


NDR

Text und Musik kommen daher, wie alte Freunde. Sie verhaken und verbandeln sich, ohne sich dabei bedeutungsschwer aufzuplustern.
Jazzthetik


Welt am Sonntag

… beeinflusst von der New Yorker No-Wave-Szene …
Welt am Sonntag


Jazzfun

Alles hat seinen eigenen, schelmischen Charme. Wir sind begeistert!
Jazzfun


Are we talking about funk or jazz? Are we talking about hip hop or punk? „Jeder Mensch ein Sender“ („Everyone is a radio“), the new album of the German band KLING KLONG, assembles elements of many genres to musical ready-mades.
Piped


tip-berlin

KLING KLONG spielt mit den Stimmen als wären sie Instrumente.
Tip Berlin


… ein besonderes Live-Erlebnis!
Faktor


Field-Notes

Die Band verwandelt Worte zu unbelasteten Tönen, macht sie zum Spielmaterial, rätselhaft und frei verfügbar.
Field Notes Berlin


.. eine recht unkonventionelle Annäherung an traditionelle Jazzspielarten und weitere Stilelemente von Funk bis Hiphop.
Der Maulbär


Die Zeit

Ihre Musik stützt sich auf kraftvolle Grooves, im neuen Album sind sie gewürzt mit gehaltvollen Wortbrocken des Schriftstellers Alexander Kluge.
Zeit


Album „Jeder Mensch ein Sender“
In der Bestenliste des EUROPE JAZZ NETWORK 2022


Kontakt


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